Schachschule Leipzig

Lernen - Spielen - Spass haben   

Kursangebote während des Corona bedingten Lock-Downs ab 02.11.2020

09.11.2020

Liebe Eltern,

der aktuelle Teil-Lock-Down ist seit 02.11.2020 und damit nun seit einer Woche gültig. Leider fällt dieser nach den stattgefundenen Schnupperstunden nun in die Phase der Kursanmeldungen, was uns die Kommunikation erheblich erschwert. Denn wer keinen gültigen Vertrag mit uns hat oder uns nicht zur Kontaktaufnahme ausdrücklich berechtigt, darf auch von uns nicht kontaktiert werden. Das geht aus der Datenschutzgrundverordnung hervor. Somit sind Sie im Zugzwang, sofern Sie Informationen über Angebote von uns wünschen.
Zahlreiche neue Kinder - überwiegend Anfänger der Klassen 1 und 2 - waren in den Schnupperstunden dabei und bekamen die Hinweise zur Vertragsanmeldung mit. Zwar sind die >>> Verträge zum Download <<< online auf unserer Homepage verfügbar, doch trägt die gegenwärtige Situation massiv zur Ungewissheit bei. Dies gilt auch für uns. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die gegenwärtigen Corona-bedingten Begleitumstände uns auch nach dem 30.11. massiv einschränken.
Wie es also mit den Kursen weitergehen kann, ist ungewiss. Aktuelle Prognosen abzugeben, wäre unseriöse Glaskugelleserei. Wir werden jedoch am Ende unserer Informationen (s. Beitrag vom 07.11.2020 unten) eine Abfrage an die Leser der Homepage durchführen und damit die Durchführung von Online-Angeboten prüfen.

Gesetzliche Widerrufsfrist der Verträge für Eltern wird verlängert

Der aktuelle Corona-bedingte Lockdown verhindert unseren Kursunterricht im November und möglicherweise darüber hinaus.
Allen Eltern, die aktuell einen Kursvertrag für 2020/21 abgeschlossen haben, gewähren wir aus Kulanz über die gesetzliche Widerrufsfrist hinaus ein vollumfängliches Rücktrittsrecht vom Vertrag bis zum 02.12.2020. Dieser muss schriftlich erfolgen. Hierfür reicht eine Email bis Fristende an info@schachschule-leipzig.de aus. Der Eingang wird unsererseits danach bestätigt.
In diesem Zusammenhang behält sich die Schachschule Leipzig indes ihrerseits vor, die angebotenen Jahreskurse im Schuljahr 2020/21 bei zu geringen Teilnehmerzahlen bis 07.12.2020 komplett abzusagen und bestehende Verträge zu kündigen. Sämtliche bezahlte Kursgebühren werden in beiden Fällen für die Teilnehmer erstattet.

Unterrichtsverbot an Schulen fraglich

Wir haben uns in der ersten Novemberwoche mit den Stadtverwaltungen sowie den Schulträgern in Verbindung gesetzt. Hierbei galt es zunächst einmal kursierende Falschmeldungen zu korrigieren. Was war passiert? Am 30.10.2020 erhielten die Leiter aller Grund- und erweiterten Schulen im sogenannten "Schulleiterbrief" entsprechende Informationen.
Es wurde durch das Kultusministerium beschlossen und den Schulen angewiesen, dass sämtliche Ganztagesangebote (GTA) unter Leitung externer Lehrkräfte ausgesetzt werden. Positiv für die Lehrkräfte: Deren Honorar wird vom Kultusministerium fortgezahlt, das sich aber letztlich aus den Steuereinnahmen finanziert. Somit sei auch an der Stelle unsere Meinung einmal zum Thema dargestellt, "GTA sind kostenfrei".  Aber das ist ein anderes Thema.
Nun sind unsere Angebote zu einem Großteil aber keine GTA sondern von Eltern für ihre Kinder gewünscht und finanziert. Unsere Nachfrage im Kultusministerium ergab klar die Aussage, dass sich dieses GTA-Verbot auch nur auf solche GTA anwenden lasse, da diese in der organisatorischen Verantwortung des Kultus liegen. Schließlich sei es im Grunde auch kein Verbot sondern eine zeitweilige Zurücknahme eigener Angebote im Interesse der Kontaktminimierung, so die Information des Kultusministeriums. Dies alles ist auch >>> hier <<< nachzulesen.
Den Schulen selbst wurde indes im Umgang mit allen weiteren externen Personen (darunter fallen Kooperationspartner wie die Schachschule Leipzig aber auch Zutrittsregeln für die Eltern) empfohlen, diese auf das Notwendige zu reduzieren. Jedoch sei dabei immer auf die Verhältnismäßigkeit zu achten. Ein wichtiger Punkt, auf den wir weiter unten noch eingehen werden.

Schulleiterbrief des Kultus führt zu Fehlinterpretationen

Dass umgangssprachlich in der heutigen Zeit viele oder nahezu alle Kurse bzw. Unterrichtsformen an Schulen als Ganztagesangebote (GTA) oder auch Arbeitsgemeinschaft (AG) bezeichnet werden, kann einen stören, muss es aber nicht. Dennoch verstehen wir unser Angebot als externer Kooperationspartner als qualifizierten Schachunterricht in Kursform und nicht als GTA-AG. Warum? Weil es gravierende Unterschiede gibt!
Die Qualitätsansprüche, ein fester transparenter Lehrplan, der Einsatz eines qualifizierten Lehrpersonals (auch pädagogisch und didaktisch), die Übergabe von Arbeitsmaterialien sowie die Abschlussprüfungen führten dazu, dass die Schachschule Leipzig als Bildungseinrichtung anerkannt ist. Der Leiter einer "Schach-AG" im herkömmlichen Rahmen eines GTA kann dies nicht bieten. Den GTA fehlt leider es sehr häufig an Qualitätsprüfung oder nötiger Inhaltsvergleiche zu anderen externen Fachanbietern.
Ferner sind wir als externer Anbieter an einer dauerhaften Kooperation mit den Schulen interessiert und garantieren diese stets auch mindestens für das laufende Schuljahr zu festen Zeiten an festen Wochentagen. Das bietet allen Kinder, die noch weitere Kurse oder Trainingseinheiten besuchen, natürlich eine Planungssicherheit. Eine externe GTA-Honorarkraft (z.B. Student zum Semesterwechsel) kann dies jederzeit ändern oder kündigt den Vertrag auch umgehend innerhalb eines Schuljahres. 

Wir wiesen also die Schulträger in der Vorwoche darauf hin, dass das angebliche Verbot aller externen Kurse eben nicht durch das Kultusministerium erlassen wurde, da dies einem Berufsverbot gleich käme. Dies darf das Kultus nicht und dies tut es auch nicht.
Natürlich - und das ist unbestritten - besitzen die Schulleiter ein Hausrecht, das ihnen der Schulträger (das sind die Kommunen bzw. freien Träger der Schulen) überträgt. Doch sei uns dann auch die Richtigstellung gestattet, dass ein Unterrichtsverbot für unsere Kurse eben nicht auf einer Entscheidung des Kultusministeriums sondern der jeweiligen Stadtverwaltungen oder der Träger privater Schulen basiert. Auch die Träger der jeweiligen Horte wie die AWO oder die Volkssolidarität haben hierbei ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht.
Diese Information möchten wir vor allem all jenen Eltern mit auf dem Weg geben, die mit großer Entrüstung die Zuständigkeit für das Nicht-Stattfinden der Schachkurse bei uns oder dem Kultusministerium suchen. Nein, bitte wenden Sie sich mit Ihren Beschwerden - sofern es keine GTA sind - an die jeweiligen Stadtverwaltungen oder die Träger der privaten Schulen und/oder die Hortträger. Dort sind Sie richtig!

Unser Verständnis von Verhältnismäßigkeit

Um das Thema der Verhältnismäßigkeit zu erörtern, ist es wichtig zu wissen, wie unsere Kontakte aussehen. Denn nur die Anzahl der Kontakte ist ein Richtwert für die letztlich bestehende Infektionsgefahr durch die Lehrkraft. Und nur um diese geht es hier, da sich die Kinder selbst ohnehin frei im Schul- und Hortalltag bewegen dürfen und - ob nun mit oder ohne Schachkurse - beim Spielen miteinander somit denselben Infektionsrisiken unterliegen (Offenes Hortkonzept...).
Ein Schachlehrer unserer Schachschule betritt im Regelfall am Nachmittag nach Unterrichtschluss die Schule. Die Räume im Schultrakt oder dem separaten Schulgebäude liegen abgelegen vom jeweiligen Schulhort. Die Gänge sind leer. Sollte der Schachlehrer neben den zu unterrichtenden Kindern noch weiteren Personen begegnen, dann beschränkt sich dieser Kontakt auf wenige Horterzieher um die eigene Anwesenheit anzuzeigen und ggf. auf die Reinigungskräfte im Schulgebäude. Da Eltern ein generelles Zutrittsverbot haben, scheiden diese somit aus.
Die Kurse finden meist als Doppelstunde im Blockunterricht statt. Der Lehrer hat also keine Pause, somit verweilt er während seines Schulaufenthaltes durchweg in dem Klassenzimmer, in dem der Kurs stattfindet. Es gibt zwischen Gruppenwechseln keine weiteren Kontaktaufnahmen.
Insgesamt werden in beiden Gruppen maximal 20 Kinder unterrichtet. Die Kontaktaufnahmen des Schachlehrers im Sinne der Corona-Schutz-Verordnung sind also sehr überschaubar und persönlich nachzuvollziehen. Es werden nicht mehr als 20 bis 25 Kontakte, eher weniger.

Wir wollen dies nun einmal mit einem beliebigen Fachlehrer einer Schule vergleichen, der am Tag vor 6 verschiedenen Schulklassen zu je 25 Schülern unterrichtet. Auch in den Grundschulen ist dies für einen Musik-, Sport-, Ethik-, Religions- oder Kunsterziehungslehrer ein übliches Programm. Somit kommt dieser Lehrer auf 150 Kontakte im geschlossenen Raum allein im Unterricht am Schultag.
Doch damit nicht genug: In den Pausen trifft er in den hochfrequentierten Gängen und Treppenhäusern eine nicht zu zählende Anzahl von Schülern und Kollegen. Er verweilt mutmaßlich die eine oder andere Pause im Lehrerzimmer unter den Kollegen und nimmt - wie gewiss der Großteil der Schüler und Kollegen auch - an der Schulspeisung in der reichlich gefüllten Mensa bzw. im Speisesaal teil.
Kontakt-Anzahl für den Lehrer am Schultag? Dies ist schwer zu bewerten, aber ganz sicher weit über 200 liegend und damit über dem 10-fachen unseres Schachlehrers.
Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Wenn der Schachlehrer mit 20 Kontakten pro Schule als zu gefährlich eingestuft wird, dann ist der Fachlehrer mit 200 Kontakten am Arbeitsplatz (Schulgebäude) eine tickende Zeitbombe. Und gerät angesichts eine mehr als 10-fachen Infektionsgefahr durch den Fachlehrer die "Schulpflicht" dann nicht in Konflikt mit Artikel 2 des Grundgesetzes (Recht auf körperliche Unversehrtheit) - nicht nur für die Kinder und deren Familien sondern bis hinaus ans letzte Glied einer möglichen Infektionskette? Wir meinen: "Ja, das ist so!"

Es gibt auch eine "Soziale Gesundheit"

Es bliebe natürlich noch das vermeintliche Gegenargument, dass externe Angebote unwichtig seien. Wir respektieren diese Meinung, aber wir akzeptieren sie nicht. Dass ein Ethik- oder Kunstunterricht unter dem von uns oben beschriebenem Infektionsrisiko durch den Lehrer selbst nun wichtiger sei, als unsere Schachangebote, die maßgeblich zur Verbesserung des Lernverhaltens und zur Konzentrationsförderung beitragen, darf als Erstes in Frage gestellt werden.
Ferner ist die "soziale Gesundheit" der Kinder zu berücksichtigen, die durch Veranstaltungsverbote, Trainings- und Übungsverbote für Sportvereine oder bspw. Musik- und Tanzschulen einen umfangreichen Kontaktverlust erleiden. In Vereinen werden die Kontakte zu Teammitgliedern ausgesetzt und abgebrochen. Den Kontakt zu Mitschülern im stressbeladenen Schulalltag mit einem Freizeitkontakt zu vergleichen ist geradezu absurd.
Dennoch tischt man uns diese Argumente immer wieder auf. Das Schlimme daran: Sie werden nur selten hinterfragt. Ironisch könnte man sogar das positive Fazit ziehen: Die Lage trägt dann wohl zur Digitalisierung der Kinder am Nachmittag bei. Nicht umsonst freuen sich Saturn, Mediamarkt & Co. über steigende Umsätze. 

Was kommt danach?

Nun, liebe Eltern, wir können nur mit Ihrer Hilfe an der Problematik etwas ändern. Schreiben Sie den Stadtverwaltungen bzw. den Trägern der Schulen und Horte. Es wäre Augenwischerei davon auszugehen, dass uns all diese Dinge nur bis 30.11.2020 begleiten. So als hätte der Corona-Virus am 1. Dezember einen anderen Termin auf dem Mond und müsste uns verlassen.
Verlassen werden unser gesellschaftliches Leben und damit auch Sie und ihre Kinder aber früher oder später diese gesellschaftlich wertvollen Einrichtungen. Auch wir unterliegen den Gesetzen der Marktwirtschaft und nähern uns den Grenzen des Zumutbaren.
Dies soll kein Aufruf zur solidarischen Treue uns gegenüber sein, wohl aber Anlass zur Reflexion der Tatsachen, dass es auch eine Zeit nach Corona geben wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in dieser Zeit Ihren Kindern dann noch zur Verfügung stehen, schwindet mit jedem Tag, den es bis dahin dauert.
Wir appellieren an Sie, dass diese "Wir-warten-mal-ab-und-schauen-was-passiert-Strategie" ein Ende hat! Die Sozialkassen unserer Mitarbeiter, die Vermieter des Büros usw. warten auch nicht ab. Auch das Finanzamt nicht, dass die für 2020 vorauszuzahlenden Vorsteuern aus den Umsätzen 2019 errechnet und in Rechnung stellt. Damit schließt sich für den mitdenken Leser wieder der Kreis zur GTA-Lehrkraft, die trotz Unterrichtsausfall vollumfänglich dank Steuerzahler honoriert wird.

In diesem Sinne: Schützen Sie sich und Ihre Familie und wahren Sie nach Kräften Ihre Gesundheit und die Ihrer Lieben! Aber vergessen Sie die soziale Gesundheit Ihrer Kinder bitte nicht - auch in der Zeit nach Corona.

07.11.2020

Umfrage zu Online-Unterricht - Es gibt auch erhebliche Vorteile

Liebe Eltern,

uns erreichen immer wieder Anfragen, wie es ab November mit den Schachkursen weitergeht. Noch am frühen Morgen des 2. November gingen wir davon aus, dass wir den Präsenzunterricht an den Grundschulen bzw. den Horten weiterführen dürfen. Doch dann kam blitzschnell alles anders...

Wir müssen uns nun alle damit abfinden, dass der Online-Unterricht zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Angebote werden muss und werden wird. Dennoch wollen wir am Präsenzunterricht festhalten. Doch wer dies in der aktuellen Zeit zu 100% erwartet oder gar verlangt, wird nicht mehr durch unsere Angebote zufrieden gestellt werden können.
Diesem Anspruch können und werden wir uns nicht mehr stellen, solange sich die vorherrschenden Kontaktbeschränkungen auch in der Zukunft nie ausschließen lassen. Daraus machen wir kein Geheimnis.
Wir stellen uns jedoch dem Anspruch, auch weiterhin qualitativ hochwertigen Unterricht für Ihre Kinder zu präsentieren. Daran arbeiten wir. Doch dazu zählen auch Online-Angebote, wofür wir an Konzepten arbeiten.

Bereits zum Ende des letzten Schuljahr fanden unsere Lehrvideos guten Zuspruch. Selbiges gilt für die Online-Turniere zur Anwendung und Festigung des erlernten Wissens. Denn sie bieten natürlich ganz andere Qualitäten, die im Präsenzunterricht nicht möglich sind. Somit bietet der Online-Unterricht auch Zusatzchancen:

  • Die Kinder können sich zu frei wählbaren Zeiten und Tagen die Lehrvideos anschauen, diese beliebig unterbrechen und fortsetzen oder wiederholend ansehen.
  • Die Online-Turniere speichern und digitalisieren den Verlauf einer Turnierpartie. Somit kann der Schachlehrer sämtliche Partien einsehen, damit den Wissensstand der Kinder und dessen Anwendungen in der Praxis überprüfen und gezielt Hilfestellungen geben.
  • Die Kinder sind schulübergreifend im Wettbewerb. Das fördert die Konkurrenz und spornt an. Zudem erhöht es die sozialen Kontakte ohne Gesundheitsgefährdungen. Auch das ist im Präsenzunterricht nicht möglich.
  • Ferner könnten auch Eltern oder Geschwisterkinder am Kurs teilnehmen, die selbst das Schachspielen lernen oder ihre Kenntnisse verbessern wollen


Umfrage zu Online-Angeboten (kann auch für Erwachsene angeboten werden)

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