Schachschule Leipzig

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Sachsenmannschaftsmeisterschaft U10 2018

04.03.2018

BSG-Mannschaft scheitert in der Vorrunde

Schwarzer Tag für unsere Schachschüler in ihrer U10-Mannschaft der BSG Grün-Weiß Leipzig. Nachdem das Team Platz 3 in der >>> Bezirksliga <<< erspielt hatte, ging es nun zum Dresdner Bezirksmeister zur Vorrunde. Neben dem klar favorisierten Team des USV TU Dresden, der im Vorjahr Deutscher Meister wurde, standen in der Vorgruppe A als weitere gleichwertige Gegner die USG Chemnitz und der SV Dresden-Leuben fest.
Es war allen klar, dass es für unsere Mannschaft eine schwere Vorgruppe werden würde. Dennoch hofften wir zu Recht auf den Einzug in die Endrunde - erst recht nach den guten >>> BEM-Ergebnissen <<< unseres Spitzentrios in den Winterferien vor zwei Wochen. So fuhren Fabio Vecera, Moritz Pauscher, Maximilian Widmann, Leander Fromme und Arthur Riedel durchaus zuversichtlich in die Landeshauptstadt um den Sprung unter die Top 6 in Sachsen zu schaffen.
Der Auftakt gegen die Chemnitzer sah in den ersten Minuten ganz hoffnungsvoll aus. Keiner unserer Jungs hatte Nachteile. Im Gegenteil: Maximilian und Leander kamen mit interessanten Stellungen aus der Eröffnung. Doch plötzlich stand es 0:1. Leander war zu sehr auf seinen Angriff fokussiert, übersah die einzige Chance des Gegners und ließ sich matt setzen. Das war bitter. Doch damit nicht genug. Maximilian hatte mittlerweile eine hervorragende Angriffsposition und leistete sich ebenfalls einen Blackout. Im Irrlauben mattsetzen zu können, ließ er sich die Dame verhaften. Der Fehler war spielentscheidend und wenig später stand es 0:2. Fabio und Moritz kämpften, gerieten aber auch immer weiter unter Druck und so gingen auch diese Spiele verloren. Dieses 0:4 war ein herber Schlag für die Moral.
Gegen den SV Dresden-Leuben musste nun ein möglichst hoher Sieg her, um die theoretischen Chancen zur Qualifikation für die Endrunde noch zu erhalten. Das schien auch zu gelingen. Arthur, der jetzt Leander ersetzte, fing die gegnerische Dame ein.  Fabio, Moritz und Maximilian standen aussichtsreich und boten eine weitaus bessere Leistung als in Runde 1. Der Wille war da, das 1:0 durch Arthur schien Formsache. Doch dann passte auch er nicht auf und ließ sich die Dame wieder wegnehmen und geriet dann sogar in eine nicht mehr zu drehende nachteilige Stellung. Statt 1:0 stand es nun 0:1 und der Druck lag auf dem noch spielenden Trio. Fabio und Maximilian holten immer deutlichere Vorteile und machten ihre Sache prima. Moritz hatte dann das sicher Remis auf dem Brett, doch schlug er diese Möglichkeit aus und wollte auf Sieg spielen. Das war der falsche Plan und die Partie kippte - 0:2. Fabio und Maximilian verwerteten zwar ihre Vorteile zum 2:2, doch gefühlt war das Unentschieden eine weitere Niederlage.
Die Chancen auf die Qualifikation waren nun nur noch theoretischer Natur. Gegen den Top-Favoriten USV TU Dresden, der die USG Chemnitz und Dresden-Leuben jeweils kurz und schmerzlos 4:0 abfertigte, machten unsere Jungs dann aber ihre besten Spiele. Über zwei Stunden dauerte der Mannschaftsfight und war lange auf Augenhöhe. So erkämpfte Moritz hochverdient einen halben Punkt, stand sogar zum Zeitpunkt des Friedensschlusses vorteilhaft. Leander musste sich im Turmendspiel nach langer Gegenwehr mit zwei Bauern weniger geschlagen geben. Eine achtbare Niederlage, so darf man verlieren. Maximilian geriet in einer schönen Stellung nach größeren Verwicklungen schließlich in eine Fesselung und verlor eine Figur. Das ließ sich sein Gegner nicht mehr nehmen. Fabio hielt lange im Springerendspiel eine Remis-Stellung, aber der Gegner suchte immer wieder nach Wegen und fand schließlich den Schlüssel zum Sieg. Trotz des klaren aber respektablen 0,5:3,5 war es das beste Spiel unserer Kinder.
Verloren hatte man die Qualifikation in den zwei Runden zuvor, in denen nichts bis wenig zusammenlief. Die Enttäuschung war zwar groß, aber man sah schon wieder nach vorne, denn in der nächsten Woche stehen die Vorrunden in den Altersklassen U12 und U14 an, in denen Fabio, Moritz und Maximilian wieder zum Einsatz kommen.